Als ich selbst noch ein kleines Kind war, sagte ich, aus unerfindlichen Gründen, bellemira statt Mirabelle. Da es aber auch so viel wie „der schöne Blick“ bedeutet (in einer nicht ganz korrekten Übersetzung aus einem Lateinisch-Italienisch-Spanischen), habe ich es zum Namen meines kleinen Unternehmens gemacht. Denn was ist wichtiger in der Fotografie als der schöne Blick? Dabei meine ich nicht den Blick der Kinder auf dem Bild, von mir aus können sie gerne die Zunge herausstrecken und Grimassen ziehen. Mir ist es wichtig, dass sie sie selbst bleiben und Spaß haben, während wir Fotos machen. Aber die kindliche Fantasie, die Fähigkeit den Joghurtdeckel zum Lenkrad oder das Bett zum Boot erklären zu können, das Kissen zum Monster, den Löffel zum Schwert…  das ist ein wunderschöne Sichtweise und die finde ich sehr inspirierend. Ich möchte diese fantasievollen, märchenhaften Landschaften bauen und den Kindern anbieten hinein zu tauchen.

Mein Name ist Samira Schulz. Ich habe in London Fotografie  studiert und Bühnenbau an einer Filmhochschule in Buenos Aires. Kurz nachdem mein Sohn dort geboren wurde sind wir zurück nach Deutschland gezogen, den Kopf voll neuer Erfahrungen, veränderter Sichtweisen und Arbeitsmethoden, zahlreicher Geschichten und bunter Bilder. Nun öffnete sich mir die Welt der Kinder, der Blick auf die kleinen Feinheiten und Wunder des Alltags. Diese kindliche Faszination und Lust an der Freude ist ein wunderbares Erlebnis und die Inspiration für meine Kulissen- kindliche Märchenwelten, die Freude schaffen. Die Erfahrungen, die ich im Ausland gesammelt habe, zeigen mir auch, dass aus wenig, viel entstehen kann, dass Einfachheit oft wirkungsvoll ist, dass das Unperfekte lebhaft bleibt, dass die kindliche Sprache und das kindliche Tun von all dem profitiert und gerade deswegen beflügelt.